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Dienstag, 12. Mai 2020

Das Mädchen aus Glas - Julie Hilgenberg

(Rezensionsexemplar) 

Elisas Knochen brechen vielleicht leicht, doch sie tut es nicht. 

Eine Liebesgeschichte, zart und wundervoll, und ein historischer Rahmen, grausam und unnachgiebig. Diese Komponenten verliehen dem Werk so ergreifende Kontraste, dass es kein schwarz und weiß mehr gab. 

Berlin, 1913. Elisa leidet unter der seltenen und wenig erforschten Glasknochenkrankheit, weshalb sie ihr wohlbehütetes Zuhause kaum verlässt. Louis ist ein Draufgänger und liebt das Risiko. Die von den Eltern vereinbarte Eheschließung erscheint ihnen zunächst wie eine Bestrafung – zumal Elisa in ihren Arzt Wilhelm verliebt ist. Doch während der Erste Weltkrieg heraufzieht, kommen Elisa und Louis sich näher. Als die beiden Männer an die Front müssen, zeigt sich, wie stark Elisa wirklich ist – und sie erfährt, was es bedeutet, wahrhaftig zu lieben.

Da ich nur sehr selten Romane dieser Art lese, habe ich nicht wirklich viele Erwartungen an dieses Buch gestellt. Ich wusste, dass es sich um eine Liebesgeschichte handeln würde, was mich bereits vor Beginn des Leseprozesses vor eine Herausforderung stellte, da mich die meisten Liebesgeschichten leider nicht begeistern können, aufgrund der Vorausschaubarkeit. Doch hoffte ich, einen Einblick in die Zeit um den ersten Weltkrieg zu erhalten und etwas mehr über die Glasknochenkrankheit zu erfahren. Und was soll ich sagen: Ich bekam alles, und noch viel mehr.

Montag, 30. März 2020

Der Pakt - Philip Kerr

Der zweite Weltkrieg hätte auch ganz anders enden können. Was wäre wenn ... 

Dies war eins meiner ersten, historischen Werke, die ich gelesen habe und daher wusste ich auch nicht so recht, worauf ich achten musste, beziehungsweise, wie hier die Standards gesetzt sind. Doch genau aus diesem Grund konnte ich mich ganz ohne Vorurteile und Erwartungen auf diese Reise in die Vergangenheit  einlassen.

Europa, 1943:
Nach Stalingrad ist eines klar: Deutschland kann den Krieg nicht gewinnen. Die „Großen Drei“, Churchill, Stalin und Roosevelt, treffen sich in Teheran, um über die Aufteilung Europas zu beraten. Misstrauen und Argwohn bestimmen die Atmosphäre, die Stadt wird zur Kulisse eines gefährlichen Spiels der Geheimdienste. Dann kündigt sich ein vierter Teilnehmer an. Einer, mit dem niemand gerechnet hätte.
Eine atemberaubende Vision eines möglichen Kriegsendes, das den Lauf der Menschheitsgeschichte verändert hätte …