Elisas Knochen brechen vielleicht leicht, doch sie tut es nicht.
Eine Liebesgeschichte, zart und wundervoll, und ein historischer Rahmen, grausam und unnachgiebig. Diese Komponenten verliehen dem Werk so ergreifende Kontraste, dass es kein schwarz und weiß mehr gab.
Berlin, 1913. Elisa leidet unter der seltenen und wenig erforschten Glasknochenkrankheit, weshalb sie ihr wohlbehütetes Zuhause kaum verlässt. Louis ist ein Draufgänger und liebt das Risiko. Die von den Eltern vereinbarte Eheschließung erscheint ihnen zunächst wie eine Bestrafung – zumal Elisa in ihren Arzt Wilhelm verliebt ist. Doch während der Erste Weltkrieg heraufzieht, kommen Elisa und Louis sich näher. Als die beiden Männer an die Front müssen, zeigt sich, wie stark Elisa wirklich ist – und sie erfährt, was es bedeutet, wahrhaftig zu lieben.
Da ich nur sehr selten Romane dieser Art lese, habe ich nicht wirklich viele Erwartungen an dieses Buch gestellt. Ich wusste, dass es sich um eine Liebesgeschichte handeln würde, was mich bereits vor Beginn des Leseprozesses vor eine Herausforderung stellte, da mich die meisten Liebesgeschichten leider nicht begeistern können, aufgrund der Vorausschaubarkeit. Doch hoffte ich, einen Einblick in die Zeit um den ersten Weltkrieg zu erhalten und etwas mehr über die Glasknochenkrankheit zu erfahren. Und was soll ich sagen: Ich bekam alles, und noch viel mehr.
