Ich wusste ja bereits, dass Cassandra Clares Bücher rund um die Schattenjäger gut sind, aber dass ich SO positiv überrascht sein würde, hätte ich nicht erwartet. Denn ich war mir sicher, nach 'Chroniken der Unterwelt' würde jedes andere Werk alt aussehen.
Die junge Schattenjägerin Emma Carstairs hat ihre Eltern gerächt, doch sie findet keinen Frieden. Denn aus der Freundschaft zu ihrem Parabatai Julian ist Liebe geworden – und nach den Gesetzen der Schattenjäger hat eine Beziehung zwischen zwei Parabatai tödliche Konsequenzen. Um Julian und sich zu schützen, lässt sich Emma daher ausgerechnet auf Julians Bruder Mark ein. Mark, der fünf Jahre bei den Feenwesen lebte und dessen Loyalität nicht wirklich geklärt ist.
Zumal Unruhe herrscht in der Unterwelt. Die Feenwesen mussten sich nach dem Dunklen Krieg harten Bedingungen beugen und begehren auf. Aufgerieben zwischen den Intrigen des Feenkönigs und der unerbittlichen Härte jahrtausendealter Gesetze müssen Emma, Julian und Mark ihre privaten Sorgen vergessen und gemeinsam für all das kämpfen, was sie lieben – bevor es zu spät ist und ein neuer Krieg ausbricht ...
Wie bereits erwähnt, hat mich dieses Buch mehr als überrascht, da ich den ersten Teil nur so mittelmäßig fand und mir klar war, dass niemals eine Geschichte rund um die Schattenjäger an die von Clary und Jace herankommen würde. Und das tat 'Die dunklen Mächte' auch nicht, aber trotzdem wurde ich mitgezogen und hatte das Gefühl, einen Abstecher in die alte Heimat zu machen.
Meine Erwartungen waren also weder besonders hoch, noch extrem tief, ich hab mich einfach drauf eingelassen und mir wurde mal wieder bewusst, dass man auf diese Art viel häufiger an ein Buch herangehen sollte.
Neben der Geschichte um Emma und Julian, war ich besonders fasziniert von dem Handlungszweig der Wilden Jagd. Die Darstellung derer von Cassandra Clara hat mir extrem gut gefallen, da sie hier nicht (wie in so vielen Geschichten) unsagbar böse und totliebend ist, sondern einen äußerst sympathischen Anführer hat und eine Aufgabe übernimmt, die neben all den negativen Aspekten auch seinen Charme mit sich bringt. Aus dieser Interpretation der Wilden Jagd heraus, habe ich entschieden, mir eben diese auf den Arm zu tätowieren und wenn ein Buch so war bewirken kann, braucht man nicht noch groß zu diskutieren, ob das Buch nun gut war, oder nicht.
Das Werk entwickelte sich stetig und gut, kein Charakter verhielt sich unnatürlich und alles wirkte so plausibel, als hätte Clare einfach nur berichtet, was sie mitbekam.
Nur das Ende hat mir nicht besonders gefallen und Julian ging mir ab und zu echt auf den Geist, aber man kann nicht jeden Menschen mögen und so empfand ich Julian nicht durch einen schreiberischen Fehler als nervig, sondern einfach wegen seines Charakters.
Zudem möchte ich anmerken, dass ich dieses Buch als große Steigerung des Letzten empfinde und nun mehr als gespannt auf den dritten Teil bin.
So kann ich also zusammenfassend zu dem Werk nur sagen, dass ich es sehr genossen hab es zu lesen, und auch wenn ich mich nicht so sehr in die Charaktere verliebt habe, wie in Chroniken der Unterwelt, hat die Darstellung der Wilden Jagd in diesem Buch es für mich mehr als rausgerissen. Ich hätte nur zu gerne ein separates Werk von Clare rund um diese Thematik, aber bis dahin werde ich mich voller positiver Erwartungen auf den dritten Band freuen und darauf, endlich wieder Gwyn ap Nudd (den Anführer der Wilden Jagd) zu treffen.
Allgemeines zum Buch:
Erscheinungsdatum : 07.10.2017
Preis : 19,99€ (gebundenes Buch), 10,00€ (Taschenbuch)
Seitenzahl : 832 Seiten

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