Nachdem der letzte Teil ja so ein Reinfall für mich war, ging ich sehr distanziert an dieses Werk. Und auch wenn ich leider nicht behaupten kann, dass es sich dramaturgisch mit dem sechsten Band messen kann, saß ich schon deutlich gefesselter vor den Seiten!
Die Lage in Westeros stabilisiert sich, ein endgültiger Sieg der herrschenden Lennisters ist in greifbare Nähe gerückt. Alljährlich kehren Gesetz und Ordnung in weite Teile des vom Krieg verwüsteten Landes zurück. Doch die Königin Regentin Cersei findet keine Ruhe. Nach dem tragischen Verlust ihres erstgeborenen Sohnes und der Hochzeit ihres zweitgeborenen, des Kindkönigs Tommen, mit der ungeliebten Margaery Tyrell drehen sich ihre Gedanken nur noch um die Frage, wie sie der künftigen Königin eine Falle stellen kann, um deren Regentschaft zu verhindern. Während sie bei Hof ihre Intrigen spinnt, beginnt es im Süden erneut zu brodeln, und die Eisennmänner holen zu einem vernichtenden Schlag gegen das Reich aus. Cersei verliert zunehmend die Fähigkeit, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden: So verleiht sie den Predigern des wieder erwachten Glaubens große Macht und übersieht dabei, wie leicht die gesponnenen Ränke sich gegen sie selbst richten könnten!
Wie schon bereits erwähnt, waren meine Erwartungen... nicht ganz so hoch, aufgrund des vorherigen Werkes. Doch auf der anderen Seite dachte ich mir auch, dass es ja wohl kaum noch schlimmer werden konnte, weshalb ich mit einer recht positiven Einstellung an die dunkle Königin heranging.
Und ich muss sagen: Das war genau richtig so.
Wie erwartet, ging es mit den Charakteren aus dem letzten Band weiter, aber die Dosierung und Handlungen derer war für meinen Geschmack VIEL besser aufgearbeitet.
Beginnen wir doch mal mit Cersei: Ich weiß zwar beim besten Willen nicht, wieso sie so viele der Leser lieben, aber mich hat sie früher meist nur genervt. Sie redete viel, machte wenig und hielt sich für so viel besser als den Rest der Welt. In diesem Band jedoch, beginnt sie endlich zu handeln, ich will nicht spoilern was sie tut, aber der ganze Charakter kommt langsam in Fahrt, was ich wirklich cool finde! Auch wie ihre geistliche Gesundheit litt und die Auswirkungen dessen... Das alles hat total gut zusammengepasst und harmonierte perfekt! Ebenfalls die Entwicklung zwischen Jamie und ihr empfand ich als sehr realistisch und wirklich gut gelungen. Apropos Jamie: Er wird langsam zu einem meiner Lieblingscharaktere. Ich fand es so cool, wie er sich in Bezug auf seine Schwester immer selbstständiger verhielt und wie er langsam begann, seinen eigenen Kopf zu benutzen. Während all der Jamie Kapitel hätte ich am liebsten die ganze Zeit ein Fähnchen geschwenkt mit der Aufschrift:
GO JAMIE, GO !!!
Aber da das im Zug bestimmt blöd ausgesehen hätte, entschied ich mich doch lieber dafür, mich im Stillen zu freuen.
Brienne empfand ich zwar nach wie vor als nicht sonderlich spannend, da in ihrer Storyline seit drei Bänden nichts, also wirklich GAR NICHTS passiert, aber dafür gab es in diesem Buch zum Glück auch nur wenige Kapitel zu ihr. Das konnte ich also verkraften.
Was ich überhaupt nicht erwartet hätte, war, dass sich Sansa neben Jamie zu einer meiner unterschwelligen Favoritinnen aufschwingen würde. Im Gegensatz zu vielen anderen Lesern fand ich sie nicht von Anfang an blöd, aber sie war mir auch nie sonderlich wichtig. Was jedoch um sie herum in diesem Band passiert, ist auf jeden Fall mega spannend und ich kann es wirklich kaum noch erwarten zu erfahren, wie es mit ihr weitergeht!
Womit wir aber auch schon bei der größten Enttäuschung sind: Gegen Ende des Werkes hatte ich Martin den kompletten letzten Band verziehen, es wurde total spannend und die Charaktere liefen noch einmal zu Höchstformen auf. Es endete auch mit einem nicht gerade kleinen Cliffhanger. So griff ich mir also voller Vorfreude und Motivation den neunten Band und stellte fest: Jetzt geht es plötzlich um Dany und John.
Ich meine... Wie unfair ist das denn?! Ich weiß zwar, dass diese Aufteilung dramaturgisch deutlich mehr Sinn macht, aber so will der Leser immer das wissen, worum es gerade nicht geht und ich zumindest kann die Geschichten dadurch nicht wirklich genießen. Um es kurz zu verdeutlichen: Im sechsten Band fand ich die Story von Dany, Tyrion und co. total spannend. Im Siebten ging es dann mit Cersei und Konsorten weiter und ich war total enttäuscht, brauchte den kompletten Band um reinzukommen und das achte Buch, um die Story WIRKLICH cool zu finden. Jetzt bin ich also voll dabei und hab mich damit abgefunden, erst mal in Königsmund zu bleiben... und tadaaaa: Tyrion is back. Ich glaube zwar nichts, dass ich jetzt noch mal solche Probleme haben werde, in die Geschichte zu finden, aber frustrierend ist es trotzdem.
Aber das ist, denke ich, ein Problem, welches sehr subjektiv ist und vielleicht nicht alle Leser betrifft. Es hat mich nur so geärgert, weshalb ich es kurz erwähnen wollte.
Doch ich bin mir sicher, dass es noch einen Band geben wird, wo all meine Lieblinge zusammenkommen und alleine dafür lohnt es sich weiterzulesen! Ich bin auf jeden Fall gespannt, was der zur Zeit vorletzte Band der Reihe mit sich bringen wird!
7 / 10 Cliffhanger
Seitenzahl : 608
GO JAMIE, GO !!!
Aber da das im Zug bestimmt blöd ausgesehen hätte, entschied ich mich doch lieber dafür, mich im Stillen zu freuen.
Brienne empfand ich zwar nach wie vor als nicht sonderlich spannend, da in ihrer Storyline seit drei Bänden nichts, also wirklich GAR NICHTS passiert, aber dafür gab es in diesem Buch zum Glück auch nur wenige Kapitel zu ihr. Das konnte ich also verkraften.
Was ich überhaupt nicht erwartet hätte, war, dass sich Sansa neben Jamie zu einer meiner unterschwelligen Favoritinnen aufschwingen würde. Im Gegensatz zu vielen anderen Lesern fand ich sie nicht von Anfang an blöd, aber sie war mir auch nie sonderlich wichtig. Was jedoch um sie herum in diesem Band passiert, ist auf jeden Fall mega spannend und ich kann es wirklich kaum noch erwarten zu erfahren, wie es mit ihr weitergeht!
Womit wir aber auch schon bei der größten Enttäuschung sind: Gegen Ende des Werkes hatte ich Martin den kompletten letzten Band verziehen, es wurde total spannend und die Charaktere liefen noch einmal zu Höchstformen auf. Es endete auch mit einem nicht gerade kleinen Cliffhanger. So griff ich mir also voller Vorfreude und Motivation den neunten Band und stellte fest: Jetzt geht es plötzlich um Dany und John.
Ich meine... Wie unfair ist das denn?! Ich weiß zwar, dass diese Aufteilung dramaturgisch deutlich mehr Sinn macht, aber so will der Leser immer das wissen, worum es gerade nicht geht und ich zumindest kann die Geschichten dadurch nicht wirklich genießen. Um es kurz zu verdeutlichen: Im sechsten Band fand ich die Story von Dany, Tyrion und co. total spannend. Im Siebten ging es dann mit Cersei und Konsorten weiter und ich war total enttäuscht, brauchte den kompletten Band um reinzukommen und das achte Buch, um die Story WIRKLICH cool zu finden. Jetzt bin ich also voll dabei und hab mich damit abgefunden, erst mal in Königsmund zu bleiben... und tadaaaa: Tyrion is back. Ich glaube zwar nichts, dass ich jetzt noch mal solche Probleme haben werde, in die Geschichte zu finden, aber frustrierend ist es trotzdem.
Aber das ist, denke ich, ein Problem, welches sehr subjektiv ist und vielleicht nicht alle Leser betrifft. Es hat mich nur so geärgert, weshalb ich es kurz erwähnen wollte.
Doch ich bin mir sicher, dass es noch einen Band geben wird, wo all meine Lieblinge zusammenkommen und alleine dafür lohnt es sich weiterzulesen! Ich bin auf jeden Fall gespannt, was der zur Zeit vorletzte Band der Reihe mit sich bringen wird!
7 / 10 Cliffhanger
Allgemeines zum Buch:
Erscheinungsdatum : 19.03.2012
Preis : 16,00€
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